Reisebüro muss Insolvenzsicherung nachweisen

Der Bundesgerichtshof hat die Rechte von Reisenden bei einer Insolvenz ihres ausländischen Reiseveranstalters gestärkt. Wenn Urlauber bei einem solchen über ein deutsches Reisebüro ihren Urlaub buchen, muss das Büro genau prüfen, ob die Reisenden im Falle einer Pleite des Veranstalters abgesichert sind. Die bloße Wiedergabe von dessen Erklärung reiche nicht, so die Richter.

Reisebüros müssen damit eine für den Insolvenzfall greifende Kundengeldabsicherung des Reiseveranstalters nachweisen, dessen Angebote sie vermitteln. Das gilt auch für alle im EU-Ausland ansässigen Veranstalter. 

Bundesgerichtshof, Urteil vom 25.11.2014, Az. X ZR 105/13

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Kind kann Exhumierung zur Feststellung der Vaterschaft des Verstorbenen verlangen

Das Recht des Kindes auf Kenntnis der eigenen Abstammung wiegt im Falle einer für die Feststellung der Vaterschaft erforderlichen DNA-Untersuchung und einer damit einhergehenden Exhumierung grundsätzlich höher als das postmortale Persönlichkeitsrecht des Verstorbenen. Dies hat der Bundesgerichtshof mit Beschluss vom 29.10.2014 entschieden. Dies gelte auch dann, wenn das Kind von der (möglichen) Vaterschaft schon lange wusste oder vor allem Erbinteressen verfolgt (Az.: XII ZB 20/14).

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